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Stillstand ist nichts für mich

Einführung als KV am 9. Juni

Ingolf Zimehl ist neues KV-Mitglied

„Die Entscheidung mitzuarbeiten, bereue ich in keiner Weise“, erklärt Ingolf Zimehl lebhaft und meint damit sein Ehrenamt im Kirchenvorstand (KV) der St.-Michael-Gemeinde in Wietze. Im Februar dieses Jahres ist er für Heinrich Lange in dieses Gremium nachgerückt – kurze Zeit nach seiner Pensionierung, und die Arbeit dort macht ihm sichtbar viel Spaß.

Stillstand sei nichts für ihn, erzählt der ehemalige Sparkassendirektor. Es müsse schließlich weitergehen, es müsse etwas passieren. Er habe sich immer gesagt, wenn er sich einmal ehrenamtlich engagiere, dann nach seinem Arbeitsleben, wenn die Kinder groß seien. Mit Beginn dieses Jahres war schließlich der richtige Zeitpunkt gekommen. Ihm sei auch klar gewesen, wenn Ehrenamt, dann in der Kirche oder in der Politik“, erinnert er sich lachend. Dass es die Kirche wurde, ist nicht allein dem Umstand zu verdanken, dass Pastor Reinhard Überrück ihn schon einige Zeit zuvor dazu angeregt hatte, den KV zu verstärken. „Kirche ist ein verlässliche Institution“, lautet Ingolf Zimehls tiefe Überzeugung. „Ich habe Kirche immer als spannend empfunden. Kirche ist ein Ort, an dem alle einschneidenden persönlichen Lebensdinge stattfinden – Taufe, Konfirmation, Heirat und – ja, schließlich auch Beerdigung.“

Ingolf Zimehl empfindet es als große Herausforderung, Kirche so interessant zu gestalten, dass die Menschen kommen. Es bereite ihm spürbar viel Freude, mit den anderen „KV-lern“ und den Pastoren in diesem Gremium zusammenzuarbeiten, sagt er. Die Gemeinde profitiert von seiner Einsatzfreude. Schließlich kann er nicht zuletzt seine während seines erfolgreichen Berufslebens gewonnenen Erfahrungen konstruktiv einbringen. Personal, Finanzen, Organisation, dies unterscheide sich nicht wesentlich von dem, was er bei seiner Arbeit kennengelernt habe, betont er und ein wenig Wehmut schwingt dabei mit, denn der Arbeitsalltag fehlt ihm von Zeit zu Zeit doch noch. Ja, es gebe durchaus Anpassungsschwierigkeiten, berichtet er. „Anfangs war ich euphorisch, doch seit zwei Monaten vermisse ich die Arbeit.“ Wenn man etwas 40 Jahre gemacht hat, fällt es schwer,  plötzlich ohne es auszukommen. 

Viel Raum lässt er solchen trüben Stimmungen jedoch nicht. Ein totaler Optimist sei er. „Es gibt im Leben kaum etwas, was mich schrecken könnte. Alles, was es gibt, kann man auch irgendwie handeln.“ Natürlich gebe es Schicksalsschläge, aber man müsse den Blick stets nach vorn richten. Großes Gottvertrauen hilft ihm persönlich in solchen Situationen. Und das, so gibt er zu, sei vermutlich ein ausschlaggebender Punkt dafür, dass er sich in der Kirche engagiere.

Dies tut er mit sichtbarer Begeisterung. Viel Arbeit? Nein. „Der Aufwand hält sich in Grenzen“, lacht er. Davon abgesehen, wenn er sich dafür entscheidet, etwas zu tun, dann mit der nötigen Einsatzfreude. Und das Jubiläum? Ja. Die Jubiläumswoche sei schon ein wenig stressig gewesen. „Es war gutes Heuwetter und ich musste die Heuernte parallel einbringen“, erinnert er sich. Denn Ingolf Zimehl ist Nebenerwerbslandwirt. Seit vielen Jahren schon. Das hat der gebürtige Fuhrberger, der seit 1985 in Wieckenberg lebt, von seinen Eltern und Großeltern übernommen.

Seine Felder und Weiden befinden sich in Fuhrberg und Wieckenberg. Er pflanzt Getreide sowie Futter für seine rund 35 deutschen Angus-Rinder. Bei seiner Arbeit sei er deswegen schon etwas Besonderes gewesen – Sparkassendirektor und Landwirt in einer Person. Doch von Kindesbeinen sei er da hineingewachsen. Wie viel Spaß ihm das bis heute macht, ist ihm deutlich anzumerken. „Urlaub ist nichts für mich. Ich bin nicht gern länger von hier weg“, erklärt er denn auch. „Früher habe ich mich zusammen mit meinem Vater um die Landwirtschaft gekümmert. Doch meine Eltern sind inzwischen verstorben. Meine Kinder interessieren sich nicht dafür“, sagt er und bedauert es ein wenig, dass er die Passion für die Arbeit auf der eigenen Scholle an seine Tochter und seine zwei Söhne nicht weitergeben konnte.  „Doch“, da ist er sich sicher, „dieses Schicksal teilen viele. Der Nebenerwerb stirbt aus“, hat er beobachtet. Den Spaß am Landleben und vor allem am Leben in Wieckenberg kann ihm das jedoch nicht nehmen. Seine Großmutter stamme aus Wieckenberg. Schon als Kind habe er gesagt, er ziehe einmal nach Wieckenberg. Er fühlt sich dort zweifellos rundum wohl und ist mittlerweile fest im Dorf verwurzelt. Und nun im KV hat er die Gelegenheit, die Gemeinde aus einem anderen, ganz neuen Blickwinkel kennenzulernen. Ingolf Zimehl ist endgültig angekommen in St. Michael und in Wietze.

 

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